“Christen sind die am stärksten verfolgte Religionsgemeinschaft der Welt, und diese Verfolgung ist im Nahen Osten besonders gravierend. Seit dem Sturz von Assad und der Machtübernahme durch Ahmed al-Sharaa und die HTS-Islamisten hat sich die Lage der Christen in Syrien dramatisch verschlechtert. Dennoch rollt die EU den neuen Machthabern in Damaskus den roten Teppich aus und verspricht ihnen Milliarden. Das ist inakzeptabel.“.
Die Bedrohung beschränkt sich jedoch nicht auf Syrien. Auch in anderen Teilen des Nahen Ostens werden Christen vertrieben, teils aus islamistischen Gründen, teils durch ethnopolitisch motivierte Landenteignungen. Im Westjordanland vertreiben radikale israelische Siedler palästinensische Christen aus ihren Dörfern. Selbst das letzte fast ausschließlich christliche Dorf, Taybeh, ist stark betroffen. Ortspriester wie Bashar Fawadleh, der lateinische Patriarch Pierbattista Pizzaballa und der Vatikan haben die zunehmende Gewalt wiederholt auf das Schärfste verurteilt, ebenso wie der ehemalige israelische Ministerpräsident Naftali Bennett.
Der Schutz der Christen im Nahen Osten muss oberste Priorität haben und zu einer nicht verhandelbaren Bedingung in unserer Außen- und Entwicklungspolitik werden. Diejenigen, die Christen verfolgen, dürfen von Brüssel und Berlin nicht umworben und finanziell unterstützt werden.”