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Demokratie an den Rand gedrängt: Kommission setzt Mercosur-Abkommen ohne das Parlament durch

Pressestelle der ESN-Fraktion · 1 Minute Lesezeit
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Die Europäische Kommission hat angekündigt, dass sie beabsichtigt, das Handels- und Freihandelsabkommen mit dem Mercosur-Block vorläufig anzuwenden, obwohl es vom Europäischen Parlament noch nicht ratifiziert wurde und derzeit einer rechtlichen Prüfung durch den Europäischen Gerichtshof unterzogen wird. Dazu erklärte Markus Buchheit, Europaabgeordneter der ESN-Fraktion und Mitglied des Ausschusses für internationalen Handel:

“Was die Europäische Kommission hier tut, ist ein beispielloser Machtmissbrauch. Ein Abkommen vorläufig in Kraft zu setzen, obwohl es weder vom Europäischen Parlament ratifiziert noch aus rechtlicher Sicht abschließend geprüft wurde, kommt nichts Geringerem als einer bewussten Umgehung der demokratischen Kontrolle gleich. Während der Europäische Gerichtshof die Angelegenheit noch prüft, schafft die Kommission vollendete Tatsachen und umgeht das Parlament. Dieses Vorgehen entzieht dem Abkommen jegliche demokratische Legitimität und schafft massive Rechtsunsicherheit. Wer so handelt, stellt sich über das Gesetz und untergräbt das institutionelle Gleichgewicht der Europäischen Union.”