Die Ankündigung erfolgt nur wenige Tage nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf fünf russische Luftwaffenstützpunkte, bei dem Berichten zufolge 41 strategische russische Bomber beschädigt wurden. Der geschätzte Schaden beläuft sich auf über 6 Milliarden Euro.
Bislang hat sich das Weiße Haus nicht zu dem Angriff geäußert, sondern lediglich erklärt, dass es keine Vorkenntnisse darüber gehabt habe.
Siegbert Frank Droese, stellvertretendes Mitglied des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung des Europäischen Parlaments, äußerte sich dazu wie folgt:
“Der römische Staatsmann und Redner Marcus Tullius Cicero sagte einmal: ‘Wenn man schweigt, schreit man laut!’“
Die Abwesenheit von Verteidigungsminister Hegseth bei der heutigen Sitzung könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Zusammenarbeit der USA mit der Ukraine gefährdet ist, sofern sich nicht alle Parteien zu Friedensverhandlungen verpflichten.
Es erscheint höchst unwahrscheinlich, dass die Vereinigten Staaten einen Konflikt, der in erster Linie von Europäern und den Briten vorangetrieben wird, auf unbestimmte Zeit weiter unterstützen werden.
Die EU sollte bedenken, dass ihre jüngste Erhöhung der Verteidigungsausgaben Europa bestenfalls theoretisch von der militärischen Unterstützung der USA unabhängig machen wird.
Wir sollten nun bereit sein, einen Konflikt zu beenden, den unsere strategischen Verbündeten bereits als nicht gewinnbar erachten.”