Mit dem Änderungsantrag soll die derzeitige Praxis beendet werden, die meisten Direktzahlungen an die bewirtschaftete Fläche zu koppeln – ein System, das große Agrarunternehmen systematisch begünstigt und kleine sowie mittlere landwirtschaftliche Betriebe benachteiligt. Die Europaabgeordnete Anja Arndt (ESN-Fraktion) erklärte:
“Wir wollen eine gerechtere Mittelverteilung, die gezielt die Ernährungssicherheit, die regionale Vielfalt und die ökologische Nachhaltigkeit in der europäischen Landwirtschaft stärkt. Die Zahlen sprechen für sich. Mit unserem Änderungsantrag legen wir den Grundstein, um den anhaltenden Verlust von Familienbetrieben zu stoppen. Es ist höchste Zeit, diejenigen zu unterstützen, die im Einklang mit Menschen, Tieren und der Natur arbeiten – statt Großgrundbesitzer, die von einem unausgewogenen Subventionssystem profitieren.”
Dr. Marc Jongen, ebenfalls Mitglied der ESN-Fraktion, fügte hinzu:
“Diese Entscheidung ist ein Meilenstein für unsere Landwirte, die nicht alle Großgrundbesitzer sind. Wir brauchen eine Agrarpolitik, die Leistung und Verantwortung belohnt – und nicht bloß die Größe des Betriebs. Unser Änderungsantrag sorgt für mehr Fairness im Förderungssystem.”
Die heutige Verabschiedung des Änderungsantrags sendet ein starkes Signal an die Kommission und die Mitgliedstaaten: Eine Umverteilung der Mittel zugunsten derjenigen, die in der Landwirtschaft tatsächlich Leistung erbringen, ist sowohl möglich als auch dringend notwendig.