In diesem Zusammenhang erklärt Petr Bystron, Mitglied des Europäischen Parlaments und außenpolitischer Sprecher:
“Die Sozialdemokraten haben den Bezug zur geopolitischen Realität verloren. Während sich die Welt zu einer multipolaren Ordnung entwickelt, klammern sich die S&D an veraltete Machtstrukturen aus dem letzten Jahrhundert. Sie wollen, dass internationale Politik ausschließlich im Rahmen etablierter UN-Formate stattfindet, und erkennen die Dynamik unserer Zeit nicht.“.
Der moralische Imperialismus liegt der Linken im Blut. Sie belehren andere Staaten ständig mit erhobenem Zeigefinger, sprechen von Werten, meinen aber Kontrolle. Genau dieser Werteimperialismus hat Europa international an den Rand gedrängt, unsere Glaubwürdigkeit untergraben und unseren Handlungsspielraum eingeschränkt.
Anstatt neue diplomatische Initiativen zu verteufeln, sollte die EU eine konstruktive Mitwirkung anstreben. Diplomatie bedeutet, Kommunikationskanäle in alle Richtungen offen zu halten und nicht in alten Mustern stecken zu bleiben. Europa braucht eine selbstbewusste Außenpolitik, die sich an seinen Interessen orientiert.
Es ist höchste Zeit für eine Politik im Interesse Europas. Keine ideologische Einseitigkeit mehr, sondern Realismus, strategisches Denken und die Bereitschaft, mit allen relevanten Akteuren zu sprechen. Nur so kann Europa seine eigenen Interessen wahren und zu echter Stabilität beitragen.”