Der Vorschlag der ESN-Fraktion für einen Workshop zur Bekämpfung irreführender Herkunftslandkennzeichnungen wurde heute von den Koordinatoren des PETI-Ausschusses genehmigt. Von elf eingereichten Vorschlägen wurden nur fünf angenommen – darunter die ESN-Initiative. Im Mittelpunkt des Workshops steht das wachsende Problem irreführender “Made in”-Angaben auf importierten Konsumgütern, insbesondere aus China, sowie die daraus resultierenden Nachteile für europäische Verbraucher und die heimische Industrie.
Der Europaabgeordnete Marcin Sypniewski erklärte im Namen der ESN-Fraktion: “Die heutige Entscheidung ist ein wichtiger Erfolg für den Schutz der europäischen Verbraucher und Erzeuger. Immer häufiger gelangen Produkte mit falschen oder verschleierten Herkunftsangaben auf unseren Markt – von Kinderwagen und Schuhen bis hin zu Lebensmitteln wie Honig. Dies schadet nicht nur kleinen und mittleren Unternehmen in Europa, sondern untergräbt auch das Vertrauen der Bürger in eine faire Kennzeichnung und Produktsicherheit. Es darf nicht sein, dass europäische Unternehmen strenge Standards einhalten müssen, während billige Importwaren von Gesetzeslücken und einer schwachen Durchsetzung profitieren. Mit diesem Workshop senden wir ein klares Signal: Die EU muss irreführende Kennzeichnungspraktiken endlich ernst nehmen, bestehende Rechtslücken schließen und die Kontrollen an unseren Grenzen verstärken. Europa darf sich nicht länger von unlauteren Wettbewerbern täuschen lassen.’